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Analyse der Kurzgeschichte "Neapel sehen"

Kurzgeschichten sind eine moderne literarische Form, die ihr Hauptmerkmal auf die vermeintliche Kürze der Erzählung legt. Dabei ist aber tatsächlich nicht die Länge der Kurzgeschichte ausschlaggebend, sondern das Fehlen von Einleitung und Schluss.

Durch das Weglassen der Einleitung erschafft der Autor eine einzigartige Atmosphäre, die den Leser einfach mitten ins Geschehen setzt ohne ihn auf das Passierende vorzubereiten. Dem Leser wird somit ermöglicht, das Geschehen unverschleiert und unvoreingenommen (soweit es möglich ist) wahr zu nehmen.

Durch das Weglassen des Schlusses fällt einerseits die finale Wertung des Autors weg, sowie eine mögliche Schlussfolgerung oder Conclusio. Dem Leser wird dadurch ermöglicht, eine eigene Meinung zu bilden.

Und genau darin liegt deine Aufgabe als Schüler.


Wie baue ich die Analyse einer Kurzgeschichte auf?



  • Einleitung: Hier nennst du Titel, Autor, Datum der Veröffentlichung, Textsorte und gibst ein kurzes Stichwort, was das Thema der Kurzgeschichte ist.
  • Zusammenfassung: Nach der Einleitung lässt du eine Zeile frei und lieferst eine kurze (!) Zusammenfassung über das Geschehen in der Kurzgeschichte.
  • Hauptteil: Hier suchst du nach Auffälligkeiten, die Sprache, Satzbau, Aufbau, Atmosphäre etc. betreffen. Halte deine Augen auch offen für Stilmittel wie Metaphern, Anaphern und so weiter.
  • Interpretation: Frage dich hier genau, was der Autor dir als Leser mit seiner Kurzgeschichte vermitteln wollte. Frage auch nach den Umständen der Zeit und der ursprünglichen Leserschaft, für die die Kurzgeschichte gedacht war. Belege deine Interpretation mit den Auffälligkeiten im Text, die du im Hauptteil herausgearbeitet hast.
  • Schluss: Fasse hier noch einmal kurz den Sinn der Geschichte zusammen und gebe deiner Meinung zur Kurzgeschichte wieder. Dir steht offen, wie du sie bewertest, solange du einen Grund für deine Bewertung angibst. Frage dich: Hat mich die Geschichte berührt? Hat sie mich mitgerissen? Hat sie mich unterhalten? Habe ich nun ein besseres Verständnis von den Menschen früher?


Wie gehe ich mit einer Kurzgeschichte um?


Wir empfehlen dir, die Geschichte "aktiv" zu lesen. Und das in mindestens drei Durchgängen. 
  • Erster Durchgang: Lese die Geschichte unvoreingenommen und ohne Unterbrechung durch. Mach dir keine Notizen und schlage kein Wort nach, bis du zum Schluss gekommen bis. Nach dem ersten Durchgang kannst du dir deinen ersten Eindruck sowie Auffälligkeiten auf einem Schmierblatt etc. aufschreiben.
  • Zweiter Durchgang: Lese dir Geschichte ein zweites Mal durch. Schlage dieses Mal alle Fremdwörter nach, unterstreiche signifikante Stellen (aber nicht zu viele...) und arbeite eine grobe Gliederung heraus, in welche Abschnitte die Kurzgeschichte unterteilbar ist.
  • Dritter Durchgang: Lese noch einmal vertiefend die Kurzgeschichte und überprüfe, ob die Sachen, die du dir beim zweiten Lesen vermerkt hast, wirklich zutreffen. Gebe den Abschnitten der Kurzgeschichten kurze Titel oder alternativ einen beschreibenden kurzen Satz.

Stelle dir nun folgende Fragen:
  • Was passiert überhaupt?
  • Wer ist die Hauptperson?
  • Wie fühlt sich die Hauptperson und wie fühlst du dich als Leser?
  • Was ist das Thema der Kurzgeschichte?

Nun solltest du bereit sein, die Einleitung sowie die Zusammenfassung zu schreiben. Wenn du das getan hast, solltest du dir einen Stift in einer anderen Farbe suchen, um Stilmittel im Text zu kennzeichnen. Stelle dir jedoch zunächst folgende Fragen:
  • In was für einer Sprache ist die Kurzgeschichte verfasst?
  • Ist der Erzähler ein Ich-Erzähler? Ist er beobachtend? Fühlend?
  • Benutzt der Autor auffällig kurze oder lange Sätze?
  • Erfindet der Autor neue Wörter?

Schreibe nun den Hauptteil über die Auffälligkeiten des Textes. Mache dir am besten während des Schreibens bewusst, warum der Autor die Erzählweise, Perspektive etc. der Hauptperson gewählt hat. Das erleichtert dir die Interpretation ungemein.


Ist dein Hauptteil fertig, kannst du zur Interpretation voranschreiten. Hier sind ein paar Leitfragen:
  • Wie passt die Kurzgeschichte zu ihrer Zeit?
  • Für wen ist die Kurzgeschicht geschrieben?
  • Steht die Hauptperson für den Autor selbst, für ein Stereotyp seiner Zeit oder eine andere Rolle?
  • Sollst du als Leser animiert werden, zu fühlen, zu beobachten oder zu werten?
  • Wo liegt der tiefere Sinn der Geschichte?

Der Schluss sollte dir leicht fallen, da es hier, wie gesagt, um deine eigene Meinung zu der Kurzgeschichte geht. Halte im Kopf, dass du hier alles sagen darfst, solange es begründet und gewählt ausgedrückt wird (wenn du Wörter wie "scheiße" benutzt, musst du wohl nach wie vor damit rechnen, dass dein Lehrer deine Analyse abwertet...).
  • Magst du die Geschichte? Warum?
  • Hat sie dich berührt?
  • War sie spannend?
  • War sie mitreißend?
  • Kannst du dich in den Autor oder die Menschen der Zeit besser einfühlen als vorher?
  • Vermittelt die Geschichte ein gutes Bild der Zeit, in der sie entstand?
  • Hat sie deine Phantasie angeregt?
  • Hatte sie einen anderen Mehrwert für dich?

Prometheus - Gedichtinterpretation

Wir möchten dir hier keine fertige Lösung liefern, sondern einen Leitfaden, selbst eine gute Gedichtsanalyse von Goethes Prometheus zu verfassen. Wir möchten dich bei diesem Gedicht, das man wohl in die Epoche des Sturm und Drang einordnen kann, bitten, dass du dich in den Zeitgeist der Menschen damals hineinversetzt. Beantworte dir daher, bevor du dich dem Gedicht selbst widmest, folgende Fragen (mithilfe deines Deutschbuchs oder des Internets):

Übungen:
  • Was für ein Staatssystem herrschte in Deutschland um 1770?
  • Was verstanden die Menschen damals unter einem Genie?
  • Wodurch zeichnet sich die Epoche des Sturm und Dran aus?

Schritt 1: Die Inhaltliche Analyse von Prometheus


Bevor du tiefer in die Analyse gehst, musst du zunächst den Inhalt des Gedichts verstehen. Dazu solltest du erst einmal alle Wörter verstehen, die genannt werden. Dazu zählen nicht nur "Fremdwörter" wie das Wort "Toren" in Zeile 21, sonder auch Wörter wie "Titanen" (Z. 29), "Zeus" (Z. 1) und "Prometheus".

Übungen:
  • Schlage nach: Wer waren die Titanen? Wer waren Zeus und Prometheus? Wie war ihre Beziehung zueinander?
  • Gehe jede Strophe einzeln durch und fasse in ein bis zwei Sätzen pro Strophe zusammen, was gesagt wird.
  • Wer "spricht" in dem Gedicht mit wem in welchem Ton?
  • Worum geht es inhaltlich insgesamt im Gedicht Prometheus? Wie ist der Grundton, bzw. die Grundstimmung? Erinnere dich an dieser Stelle besonders an deine Informationen zur Epoche des Sturm und Drang!
  • Verfasse die Einleitung und die inhaltliche Zusammenfassung des Gedichts. Achte auf eine gepflegte Wortwahl.
Nachdem du dich mit der allgemeinen Thematik des Gedichts auseinander gesetzt hast, solltest du noch ein etwas tieferes Verständnis erlangen. Hierzu empfehlen wir dir, folgende Aufgaben gewissenhaft durchzufüren:

  • Erstelle eine Tabelle: Welche Eigenschaften kannst du Prometheus und Zeus zuordnen?
  • Nehme dir 2 Buntstifte und markiere alle warmen und kalten Ausdrücke in der Ensprechenden Farbe.
  • Welche Rolle nimmt Zeus in diesem Gedicht ein und welche nimmt Prometheus ein?

Schritt 2: Der äußere Aufbau des Gedichts


Als nächstes widmest du dich den "offensichtlichen" Dingen des Gedichts. Dazu gehören Strophenzahl, Zeilen pro Strophe.

Nun schaust du nach, ob das Gedicht "Prometheus" in eine Gedichts-Kategorie eingeordnet werden kann. Ist es beispielsweise eine Hymne, ein Sonnet, eine Ballade, ...?

Übungen:

  • Wie viele Strophen zu je wie vielen Zeilen hat Goethes Prometheus?
  • Schlage nach! Was ist eine Hymne?
  • Ist Prometheus eine Hymne? Begründe!
Nachdem du nun die gröbsten Zuordnungen getroffen hast, widmest du dich, wie in jedem anderem Gedicht, den Reimen und dem Reimschema. Hier gibt es nicht viel zu entdecken, daher auch keine Aufgaben zu dem Thema. Der Autor, also Goethe hat hier ein Reimloses Gedicht gewählt.
  • Überlege kurz: Hat es eine spezielle Bedeutung, dass Goethe ohne Reime arbeitet?
Nehme dir nun einen Schmierzettel zur Hand und zeichne das Versmaß des Gedichts auf. Klopfe gegebenenfalls auf den Tisch, während du vorließt. Betonte Silben unterstreichst du, nachdem dir klar geworden ist, welche Silben betont sind und welche nicht.

Beispiel für Strophe eins
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Wie du siehst ist die Hymne in Strophe eins beinahe streng jambisch verfasst. In Zeile neun scheint zunächst ein Trochäus zu stehen, setzt man jedoch den Rhythmus einfach von Zeile 8 weiter, bleibt es jambisch, weil Zeile 8 mit einer Senkung abschließt und Zeile neun mit einer Hebung beginnt.

Wie auch immer, Goethes Prometheus bleibt nicht so schön regelmäßig, wie es zunächst scheint. Vor allem beim lauten Sprechen bemerkt man die freie Rhythmik, die höchstens an Jamben und Trochäen erinnert, die ein rhythmisches Sprechen ermöglichen aber nicht erfordern.

  • Hier gilt die gleiche Frage wie beim freien Versmaß: Warum bildet Geothe (der sicherlich in der Lage war, auch regelmäßige und sich reimende Verse und Rhythmen zu bilden) freie Versmaße mit unregelmäßigen Betonungen?


    Schritt 3: Die "innere" Analyse


    Don't panic! Hier stehen dir zwei Möglichkeiten offen, wie du vorgehen kannst, um alle wichtigen Stilmittel herauszufinden.

    1. Du gehst nach Stilmitteln vor: Du legst dir eine Liste mit Stilmitteln an (z.B. Metapher, Anapher, Parallelismus, Oxmoron, ...) und liest dir das Gedicht jedes Mal neu durch auf der Suche nach dem entsprechenden Stilmittel. Neben dem Stilmittel, wenn es denn auftaucht, notierst du dir Zeile des Stilmittel, damit du es auch im Gedicht wieder findest.
    2. Du gehst Wort für Wort durch auf der Suche nach einem passenden Stilmittel. Insgesamt ist diese Methode deutlich schneller, erfordert jedoch von dir, dass du alle Stilmittel auswendig in ihrer Funktion kennst.
    Wir raten dir natürlich grundsätzlich zur zweiten Methode. Die erste solltest du jedoch verwenden, wenn du mit Stilmitteln noch völlig unvertraut bist oder sie einfach noch nicht kannst.

    Übung:
    • Durchsuche "Prometheus" nach Stilmitteln. Achte besonders auf Metaphern, Allegorien, Ellipsen, Anapern, Neologismen und Rhetorische Fragen!
    • Einige Sätze sind nicht im normalen Indikativ verfasst. Welchen Modus wählt Goethe stattdessen?
    • Findest du Gründe dafür, warum Goethe diese Stilmittel gewählt hat?

    Schritt 4: Die Zusammenführung


    Auch hier heißt es "Don't panic!" Hat man ein Gedicht erst einmal im Sinn erfasst (und das hast du schon seit Schritt 1), ist der Rest relativ leicht. Die Stilmittel sowie die äußere Form des Gedichts verwendest du dann in erster Linie, um deine Vermutung von der Intention des Autors zu dem Gedicht zu untermauern. Das Gedicht ist quasi eine Art Mordfall, du hast eine ungefähre Ahnung von dem Motiv des Mörders und benutzt die Stilmittel sowie den Aufbau, die Wortwahl etc. als Indizien und Beweise.

    Hier kommt es darauf an, dass du dich so gut wie nur möglich in den Autor bzw. in die Leute hinein versetzt für die der Autor sein Gedicht geschrieben hat. Daher ist auch die Vorarbeit (wie Infos sammeln zur entsprechenden Epoche) so wichtig, um ein Gedicht adäquat zu interpretieren.

    Stelle dir also folgende Fragen und versuche sie nicht nur zu beantworten sondern auch mit deinen Kenntnissen zu Stilmitteln etc. zu begründen.


    • Worauf will das lyrische Ich hinaus? Was will der Autor damit beim Leser bewirken?
    • Wie ist der Ton des Gedichts?
    • Wen will Goethe besonders ansprechen?
    • Welche Botschaft unterliegt dem Gedicht und wie kann diese Botschaft auf die Leserschaft der Zeit gemünzt sein?
    • An welche Art der Beziehung wird in dem Gedicht erinnert?

    Eine Charakterisierung schreiben

    Im Gegensatz zu einer Personenbeschreibung, wie man sie schon aus der 7. Klasse kennt, ist eine Charakterisierung eine Textsorte, die danach strebt, ein umfassendes Bild der erwählten Person zu liefern. Man darf sich also nicht länger ausschließlich auf das Äußere der Person fixieren, sondern auch ihren Charakter erfassen und alle Befunde anhand von Zitaten belegen. Charakterisierungen können typischerweise nur von Charakteren erstellt werden, denen ein Text zugrunde liegt. Normalerweise werden daher Charakterisierungen in der Schule zu den Protagonisten von Romanen, Novellen und Dramen erstellt.

    Wie geht man am besten an eine Charakterisierung heran?
    Auch hier heißt es: Keine Angst haben, das ganze klingt schlimmer als es wirklich ist. Vor allem, wenn man den Text mehrere Male aufmerksam durchließt, erfasst man den Charakter des zu beschreibenden Protagonisten schnell und muss nur noch die passenden Textstellen heraussuchen, um seinen Charakter zu belegen.

    Zur Vorbereitung eines Textes raten wir immer unseren Schülern, den Text mindestens dreimal durchzulesen. Das erste Mal ganz unvoreingenommen, damit die Textstelle verstanden wird. Fallen nach dem Lesen allerdings einige Sachen auf, sollten Notizen genommen werden. Beim zweiten Lesen sollte man einen Stift zur Hand nehmen, entscheidende Textstellen unterstreichen und gegebenenfalls auf einem Schmierblatt oder am Rand des Textes Sachen vermerken, die auffällig sind. Das dritte Lesen sollte vertiefend die Feststellungen überprüfen, die man die beiden Male davor gesammelt hat.

    • Hast du deine Textstelle dreimal gelesen? Was ist dir aufgefallen?
    • Ist der Protagonist ein stereotyper Mensch (ein Beispiel für eine ganz bestimmte Menschengruppe), ein Held (also ein idealisierter Mensch), ein gewöhnlicher Mensch, ein Feindbild oder ein Antiheld?
    • Welche Adjektive kannst du ihm zuordnen?

    Wie wird eine Charakterisierung verfasst?
    Genau wie die meisten Textsorten, gliedert man grob die Charakterisierung nach Einleitung - Hauptteil - Schluss. Man verwendet dabei immer das Präsens und achtet auf eine gewählte Sprache - selbst wenn die Textstelle obszön Sprache zeigt (diese Sprache kann jedoch mit der entsprechenden Zeilenangabe zitiert werden).

    Einleitung:
    Hier müssen unbedingt Titel der Textstelle, sowie Autor, Textsorte und gegebenenfalls das Kapitel genannt werden. Anschließend nennst du in einem zweiten Satz Name, Alter, Beruf, Stand, oder andere grundsätzliche Dinge, die einen groben Eindruck des Protagonisten wiedergeben.

    Beispiel: Die nachfolgende Charaktieriserung liegt dem zweiten Kapitel des Buches "Der gute Mensch von Sezuan" von Berthold Brecht zugrunde. Sie befasst sich mit Shen Te, welche als Prostetuierte in einem armen Viertel in der Stadt Sezuan arbeitet
    An dieser Stelle kann es sinnvoll sein, den Leser in das bisherige Geschehen einzuführen oder sogar eine kurze  Zusammenfassung des Romans, der Novelle oder des Dramas zu liefern.

    Hauptteil:
    Es ist empfehlenswert, die Charakterisierung innerhalb des Hauptteiles weiter zu gliedern. Eine sinnvolle Gliederung (unserer Meinung nach) beginnt mit dem Offensichtlichsten einer Person: ihrem Aussehen. Im Grunde bietet sich eine kleine Personenbeschreibung (hier kannst du nachlesen, wie das geht) an, die dem Leser deiner Charakterisierung einen ersten groben Eindruck des Protagonisten  vermittelt.

    Anschließend lässt du eine ganze Zeile frei und beginnst, dem Leser textlinear (gerne auch nach Wichtigkeit) mit Zeilenangaben die Charaktermerkmale des Protagonisten wiederzugeben. Wähle deine Worte dabei sorgfältig und lasse dich auf eine vielfältigere Schattierung ein, als auf ein bloßes "Gut und Böse".

    Wenn du deine Textbelege und Erklärungen zum Charakter des Protagonisten zuende geführt hast, solltest du dem Leser noch einmal zusammenfassend ein rundes Bild des Charakters liefern. Dabei darfst du auch gerne dein Vorwissen einfließen lassen, solange es das Bild bereichert!

    Schluss:
    Achtung hier: ein Schluss ist nicht immer erwünscht! Du solltest daher vorher genau bei deinem Lehrer in Erfahrung bringen, ob er einen Schluss im Form einer Stellungnahme wünscht oder nicht.

    In deiner Stellungnahme nimmst du, wie du dir denken kannst, auf den Charakter des Protagonisten Stellung und sagst, was du von ihm hältst. Du darfst auch gerne darüber reflektieren, ob der Autor der Figur ein realistisches/naturalistisches Antlitz verliehen hat und ob du sie sympathisch findest.


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    Personenbeschreibung schreiben


    Eine Personenbeschreibung soll die Besonderheiten einer Person beschreiben. Dafür schaut man einerseits auf das Aussehen der Person als auch auf ihren Charakter.

    Personenbeschreibungen nehmen auch eine wichtige Rolle außerhalb des Deutsch-Unterrichts ein, beispielsweise wenn die Polizei einen Täter sucht. Auch bei einigen Bewerbungsschreiben ist es erwünscht, wenn der Bewerber eine schriftliche Personenbeschreibung von sich anfertigt.


    Details zum Foto: Charles Kimpborne, verurteilt für Mord an seiner jüngeren Schwester. 35 Jahre alt, 68 kg schwer und 1,78 m groß. Dunkelbraune Haare, hellblaue Augen, schlanke Erscheinung, gepflegte Ausdrucksweise.


    Wie bereitet man eine Personenbeschreibung vor?
    Für viele Schüler bedeutet eine Personenbeschreibung mühevolles Formulieren und vages beschreiben von Oberflächlichkeiten. Um so etwas zu vermeiden, lohnt es sich, zu Beginn einer Personenbeschreibung eine Mind-Map anzulegen, die die Besonderheiten der zu beschreibenden Person aufzählt. Ob die Mind-Map ordentlich ist oder nicht spielt keine Rolle, denn sie ist, wie gesagt, nur zur Erarbeitung und Vorbereitung der Personenbeschreibung da!

    Oft hast du als Schüler über die zu beschreibende Person keine wirklichen Informationen zu ihrem Charakter. Trotzdem kannst du beschreiben, wie die Person auf dich wirkt.


    • Lege eine Mind-Map zu dem oben abgebildeten (fiktiven!) Fahndungsfoto an. Stelle dir dabei vor, du wärst ein Radiosprecher, der die Hörer des Radiosenders von dem entlaufenden Kriminellen informieren musst. Achte dabei auf Folgendes:
    • Welche Adjektive beschreiben das Äußere des Täters?
    • Was ist "besonders" an seinem Aussehen?
    • Was für einen charakterlichen Eindruck macht er auf dich (nehme auch die Notizen unter dem Bild zur Hilfe)?

    Wie baut man eine Personenbeschreibung auf?

    Eine Personenbeschreibung ist auch eine Textform wie jede andere. Also keine Scheu an dieser Stelle! Sie besteht aus Einleitung, Hauptteil und Schluss und wird durchweg im Präsens geschrieben (es sei denn, du als Schüler möchtest eine Vorzeitigkeit darstellen und musst daher das Präteritum verwenden - das ist jeoch eine Ausnahme!).

    Einleitung:
    Hier nimmst du die grundlegenden Daten der zu beschreibenden Person und fasst sie zu einem stimmigen, informativen Einleitungssatz zusammen. Merke: Jede Einleitung, die länger als zwei Sätze ist, ist zu lang! In den Einleitungssatz gehören:
    • Name und Alter (bei hisorischen Figuren Geburts- und Sterbedatum)
    • Geschlecht
    • Herkunft (wenn du nicht weißt, aus welchem Land oder welcher Stadt jemand stammt, kannst du angeben, ob er asiatisch, europäisch, afrikanisch etc. aussieht)
    • Nun, da du weißt, wie man die Einleitung einer Personenbeschreibung schreibt, möchte ich dich bitten, eine zu dem Fahndungsfoto oben zu verfassen!

    Hauptteil:
    Nachdem du den Einleitungssatz geschrieben hast, lässt du eine Zeile komplett frei und widmest dich der genauen Beschreibung der Besonderheiten der zu beschreibenden Person. Da du jedoch wahrscheinlich nicht unbegrenzt Zeit hast, solltest du die wichtigsten Aspekte hervorheben und unwichtigere Merkmale weglassen. (Wenn die Person zum Beispiel normal lange Arme und Beine hat, sagst du das nicht extra, sondern fasst das höchstens in einem Satz wie "die Person ist von gewöhnlicher Körpergestalt" zusammen). Wichtige Aspekte sind solche, die den Menschen von allen anderen Personen unterscheidet (eine lange Nase, ein fehlender Finger, verschiedenfarbige Augen etc.).

    Hier kommt idealerweise die Mindmap zur Hilfe, die du dir schon in der Vorbereitung angelegt hast!

    Den Hauptteil kannst du gliedern in die Beschreibung des äußerlichen Gesamteindrucks der Person, der Beschreibung ihres Gesichts und der Beschreibung ihrer charakterlichen Eigenschaften.


    Beschreibung des körperlichen Gesamteindrucks:
    Arbeite dich anhand der folgenden Fragen vorwärts und mache dir zunächst Notizen auf ein Schmierblatt, bevor du die Sätze ausformulierst. Wenn du natürlich, wie bei dem Foto oben, kein Foto vom ganzen Körper hast, kannst du nur mit den Informationen, die dir gegeben sind, arbeiten.
    • Wie groß ist die Person und was für eine Körpergestalt hat sie? (Groß, klein, schlaksig, gedrungen, dick, dünn, untersetzt, muskulös, ...)
    • Sind Arme und Beine ungewöhnlich lang oder kurz oder von besonderer Gestalt? (O-Beine, X-Beine, hinkt die Person, hat sie einen steifen Arm, ...)
    • Weisen Hände und Füße Besonderheiten auf? (Besonders groß oder klein, fehlender Finger etc.)
    • Zeigen sich sonstige ungewöhnliche Dinge? (Auffällige Muttermale, langer Hals, krummer Rücken, ...)
    • Nehme die Informationen aus den Details des Fahndungsfotos und verfasse den ersten Teil des Hauptteils. Du kannst auch gerne Vermutungen über die Körperform der Person anstellen.

    Beschreibung des Gesichts:
    Dies ist vermutlich die Königsdisziplin der Personenbeschreibung, denn jedes Gesicht ist einzigartig und ermöglicht uns Menschen uns von einander zu unterscheiden. Auch hier kannst du dich systematisch anhand der folgenden Fragen vorarbeiten.
    • Was für eine Kopfform / einen Kopf hat die Person? (Eckig, rund, schmal, lang, pausbäckig, dick, knochig, ...)
    • Was für Haare hat die Person und wie lang sind sie? (Lang, kurz, mittellang, lockig, wellig, kahl, glatt, ungepflegt, gepflegt, gestylt, blond, braun, schwarz, rot, ...)
    • Was für Ohren hat die Person? (Große, kleine, lange, abstehende, ...)
    • Was für Augen hat die Person und wie sehen die Augenbrauen aus? (Mandelförmige, runde oder schmale Augen? Blaue, grüne, graue, schwarze oder braune Augen? Hat die Person eine Brille? Dicke, dünne, buschige, wegrasierte Augenbrauen? Sind die Augenbrauen zusammengewachsen? Sind sie weit über den Augen oder nahe dran (oder normal)?
    • Wie sieht die Nase aus? (Groß, klein, knollig, stupsnasig, lang, spitz, gebogen, gebrochen, krumm, ...)
    • Was für einen Mund siehst du? (Ist er groß, schmal, dick, dünn, geschwungen, gerade, rot, farblos? Hat die Person einen Bart? Wenn ja, wie sieht dieser aus und welche Farbe hat er?)
    • Verfasse eine sorgfältige und detailreiche Beschreibung des Kopfes des Mannes auf dem Fahndungsfoto! Denke daran, unwichtige Dinge auszulassen!


    Beschreibung der charakterlichen Eigenschaften:
    Anschließend an die Beschreibung des Aussehens der Person kannst du auch noch (musst du aber meistens nicht) eine kurze Charakterisierung anfügen. Halte dich auch hier an Besonderheiten. Hat die Person beispielsweise einen Akzent, kannst du das hier vermerken. Oder wenn die Person vor etwas besonderem Angst hat, oder durch irgend etwas anderes Außergewöhnliches auffällt, das anderen Leuten hilft, die Person leichter wieder zu erkennen, solltest du es beschreiben.


    Der Schluss der Personenbeschreibung:
    Nachdem du den Hauptteil beendet hast, lässt du wieder eine ganze Zeile frei und widmest dich dem Schluss der Personenbeschreibung. Hier fasst du nochmal die wichtigsten Aspekte der Person zusammen, die es anderen Personen leicht macht, die Person wieder zu erkennen. In bestimmten Fällen sollst du im Schluss auch deine Meinung zu der Person angeben. Das ist beispielsweise der Fall, wenn du einen Verwandten oder ein Vorbild beschreibst.


    Aufgaben zur Personenbeschreibung:
    • Stelle dir vor, du wärst ein Radiosprecher und müsstest in einer höchstens 2 Minuten langen Meldung alles wichtige zu oben abgebildetem Kriminellen sagen. Halte dich bitte trotzdem an das Einleitung - Hauptteil - Schluss Schema und versuche, so präzise wie möglich zu formulieren!
    • Suche dir ein Bild eines deiner Vorbilder aus dem Internet heraus und verfasse eine komplette Personenbeschreibung!


    Bild CC 2.0 by nicbone

    Der Bauer An seinen Durchlauchtigen Tyrannen - Gedichtsanalyse

    Im folgenden Text werden wir dir versuchen zu helfen, ein Gedicht aus der Zeit des Sturm und Drang Schritt für Schritt zu analysieren. Hier wirst du also keine Lösung finden sondern einen Leitfaden selbst eine genaue und gut begründete Arbeit zu schreiben.

    Das Gedicht heißt "Der Bauer An seinen Durchlauchtigen Tyrannen" und stammt aus der Feder von Gottfried August Bürger, welcher zwar selbst kein Bauer sondern ein Amtsmann war, aber mit den Sorgen des einfachen Volkes sehr gut vertraut war.

    Bürger klagt in diesem Gedicht die Allmacht und das Gottesnadentum des Adels an, indem er ein Mitglied des dritten und unteresten Standes die Stimme gegen seinen Fürsten erheben lässt.

    Der Bauer
    An seinen Durchlauchtigen Tyrannen


    Wer bist du, Fürst, daß ohne Scheu
    Zerrollen mich dein Wagenrad,
    Zerschlagen darf dein Roß?


    Wer bist du, Fürst, daß in mein Fleisch
    Dein Freund, dein Jagdhund, ungebläut
    Darf Klau und Rachen hau'n?


    Wer bist du, daß durch Saat und Forst,
    Das Hurra deiner Jagd mich treibt,
    Entatmet, wie das Wild? —


    Die Saat, so deine Jagd zertritt,
    Was Roß, und Hund, und Du verschlingst,
    Das Brot, du Fürst, ist mein.


    Du Fürst hast nicht, bei Egg' und Pflug,
    Hast nicht den Erntetag durchschwitzt.
    Mein, mein ist Fleiß und Brot!


    Ha! du wärst Obrigkeit von Gott?
    Gott spendet Segen aus; du raubst!
    Du nicht von Gott, Tyrann!
    Gottfried August Bürger (1778)

    Schritt 1: Das Gedicht verstehen

    • Lese dir das Gedicht mehrere Male durch, bis du jedes Wort verstanden hast und dir die Sätze einleuchten. Lese auch gerne laut vor. Auf diese Weise bekommst du von Anfang an ein gutes Gefühl für das Reimschema und den "Ton" des Gedichtes.
    • Schlage Wörter nach, die du nicht kennst.
    • Suche nach Wörtern oder Sätzen, die ironisch klingen oder mehrere Bedeutungen haben könnten.
    • Wo werden Gefühle ausgedrückt, Forderungen und Fragen gestellt?
    • Sind die Zeilen durch Enjambements miteinander verbunden, haben sie einen Zeilen- oder Hakenstil?
    • Schreibe schon während des Durchlesens deine ersten Notizen auf ein Schmierblatt.


    Anwendung: Im Fall von "Der Bauer An seinen Durchlauchtigen Tyrannen" werden viele das Wort "durchlaucht" nachschlagen müssen. Auch, wenn man es kennt, die genaue Bedeutung ist den meisten Menschen nicht klar.

    Nachdem du weißt, dass "durchlaucht" von dem Wort "durchleuchten" kommt und so viel bedeutet, wie "von Gott eingesetzt", könnte dir auch schon die erste Wiedersprüchlichkeit des Gedichts auffallen. Kann jemand, der von Gott (wir gehen hier von einem positiven Gottebild aus, dem eine wohlwollende und gnädige Vaterfigur zugrunde liegt) in sein Amt bestimmt wurde, gleichzeitig ein Tyrann zu einen Untergebenen sein?

    Auf diese Weise arbeitest du dich durch die Zeilen und Strophen des Gedichts. Schreibe nun auf:

    • Wo setzt Bürger Ironien ein, wo stellt er Fragen und an welchen Stellen fordert er ganz klar etwas? 
    • Kannst du Gefühle des lyrischen Ichs erschließen? 
    • Welche Gefühle sind das?


    Schritt 2: Wie ist das Gedicht aufgebaut?


    Die äußere Form solltest du zunächst einmal allgemein uns so grob wie möglich betrachten.

    • Wie viele Strophen gibt es? Und wie viele Zeilen haben sie jeweils?
    • Erinnert dich das Gedicht an ein Sonett, eine Ballade, eine Ode, ein Lied, ...?
    Im Fall von "Der Bauer An seinen Durchlauchtigen Tyrannen"  zählst du also 6 Strophen zu je drei Zeilen und stellst fest, das sich das Gedicht nicht fest als eine der traditionellen Gedichtsformen einordnen lässt.

    Nun wirst du etwas genauer und schaust, wo sich etwas in dem Gedicht reimt.

    • Findest du Endreime, wie sie in Liedern etc. oft üblich sind? (Hänschen klein - ging allein - in die weite Welt hinein.) Denke daran: Hier gibt es allerlei Arten von Reimen wie Paarreim (aabb), Kreuzreim (abab), umarmender Reim (abba), Schweifreim (aabccb), die dreifache Reimreihe (abcabc) und den Haufenreim (aaaaa...)
    • Findest du Schlagreime - also direkt aufeinander folgende Wörter, sie sich reimen? (Schlagreime werden äußerst oft in Hip Hip und Rap verwendet.)
    • Sind Binnenreime vorhanden (reimen sich mehrere Wörter in einer Zeile)? 
    • Findest du Assonanzen (also unreine Reime wie z.B. raben - sagen)?
    Hier hast du es mit unserem Gedicht besonders einfach, denn es finden sich keine End-, Schlag- und Binnenreime.
    • Zwei Assonanzen finden sich jedoch. Wo sind diese? 
    • Welche besondere Wichtigkeit bekommen somit die betroffenen Zeilen?
    • Der Autor hat kein geläufiges Endreimschema verwendet, wie es bei dem normalen Volk damals besonders beliebt war. Wie kannst du dir das erklären?

    Spätestens an dieser Stelle musst du dir ein Schmierzettel zur Hand nehmen, um das Versmaß des Gedichtes herauszufinden. Du kannst dazu einerseits das Gedicht laut lesen und, wenn du besondere Probleme hast, mitklatschen bzw. bei jeder Silbe auf den Tisch klopfen. Zur Erinnerung. Es gibt:

    • Den Jambus (steigend): x x          z.B. Gedicht
    • Den Trochäus (fallend): x x          z.B. Mutter
    • Den Anapäst (steigend): x x x      z.B. Anapäst
    • Den Daktylus (fallend): x x x        z.B. Daktylus
    Das Versmaß der ersten Strophe des Gedichtes wäre also:
    x x x x x x x x      4 Jamben
    x x x x x x x x      4 Jamben
    x x x x x x           3 Jamben

    Stelle nun das Versmaß für die restlichen Strophen auf!
    • Wo stößt du auf Unregelmäßigkeiten?
    • Was möchte Bürger mit dem beinahe ausschließlich jambischen Versmaß ausdrücken und warum unterbricht er dieses Versmaß an einigen Stellen?

    Schritt 3: Die lieben Stilmittel

    Wo viele Schüler noch mit dem ersten und zweiten Schritt klar kommen, stell sie der dritte Schritt der Analyse auf blankes Glatteis. Die vielen Stilmittel und ihre Verwendung und Bedeutung legen wir dir nahe zu lernen, wie du auch Vokabeln lernst.

    Idealerweise hast du dir ja schon in Schritt 1 auffällige Dinge, sowie die Ironien markiert. Wenn du das noch nicht getan hast, tue es jetzt. Achte dabei auf die geläufigsten Stilmittel, wie...
    • Metaphern und Symbole
    • Anaphern, Epiphern
    • Ironien
    • Rhetorische Fragen
    • Allegorien und Apostrophen
    Wenn du das komplette Gedicht mehrere Male auf der Suche nach Stilmitteln durchgegangen bist, solltest du dir alle entweder eindeutig markieren oder auf einem Schmierblatt folgendes niederschreiben (eine Tabelle eignet sich hier besonders gut):
    • In welcher Zeile verwendet Bürger das Stilmittel? 
    • Was ist es für ein Stilmittel?
    • Was soll das Stilmittel verdeutlichen, betonen?
    • Warum hat sich Bürger entschieden, genau dieses Stilmittel an dieser Stelle zu verwenden?
    Beispiel: Schon im Titel "Der Bauer An Seinen Durchlauchtigen Tyrannen" springt eine Apostrophe (eine förmliche Anrede) mit einem stark ironischen Charakter ins Auge, die dadurch entsteht, dass mit dem Adjektiv "durchlauchtig" ein Oxymoron (Verwendung von zwei Begriffen, die einander ausschließen) entsteht. Es ist logisch, warum. Ein von einem gnädigen und guten Gott gegebener Herrscher kann nicht gleichzeitig ein Tyrann sein, der seine Untergebenen behandelt, als wären sie minderwertig.


    Schritt 4: Interpretation und Zusammenführung

    Nun begibst du dich auf den Königsweg der Gedichtinterpretation: die finale Interpretation. Wichtig ist es hier, nicht in Panik auszubrechen, sondern ruhig und kühl zu bleiben. Erinnere dich daran: Du hast nun mindestens eine Stunde (aber wahrscheinlich länger) Stilmittel und Form des Gedichtes untersucht und reichlich Fakten zusammen gesucht.

    Stelle dir einfach nacheinander auf folgende Fragen Antworten und belege sie sorgfältig mit den vorher zusammen gesuchten Stilmitteln. Vergesse aber bitte nicht, Zeilen anzugeben, wenn du Textstellen zitierst!
    • Worauf will der Autor in seinem Gedicht hinaus? Was ist seine Forderung / seine entgütige Feststellung oder Botschaft?
    • Wie unterlegt er das durch die Stilmittel und den Aufbau des Gedichtes?
    • Gesehen aus der Perspektive der Zeit in der das Gedicht entstanden ist (1778), was kannst du daraus schließen?
    • Wen möchte der Autor besonders ansprechen?

    Weiterführende Fragen

    Nachdem du nun eine (hoffentlich) erfolgreiche Gedichtinterpreation verfassen konntest, kannst du dich auch anderen Fragen passend zu dem Gedicht widmen:
    1. Gibt es auch heute noch ähnliche Missstände, die man anprangern könnte, wie Gottfried August Bürger es in seinem Gedicht getan hat?
    2. Verfasse selbst ein Parallelgedicht passend zu deiner Zeit. Versuche jedoch den Stil Bürgers beizubehalten!